Sportreporter Henning Klefisch (rund-magazin, 2-liga.com, 3-liga.com, fubanews.tv, hens-sportblog.blog.de) schildert seine Eindrücke vom Test-Länderspiel Deutschland : Polen vom 13.Mai in Hamburg. Hier sein Gastbeitrag in unserem Blog, in dem er beschreibt, dass die Germany Jackets mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als das maue Spiel…

Mein Tag mit dem „Germany Jacket“

Von Henning Klefisch

Am Vormittag des 12. Mai wusste ich nicht, was mich am Abend erwarten würde. Abends war das Test-Länderspiel zwischen Deutschland und Polen in Hamburg geplant gewesen. Für mich als Sportjournalisten sollte solch ein Sportereignis kein allzu großes Unbehagen auslösen. Schließlich war es doch Routine in meinem Berufsalltag. Allerdings bemerkte ich schon bald nach meiner Ankunft in der schönen Hansestadt Hamburg, dass ich diesen Tag so schnell nicht vergessen werde.

 

Beachtung wie nie zuvor
Zum einen war es für einen Abend im Wonnemonat Mai erstaunlich kühl. Zum anderen stand ich wahrscheinlich noch nie zuvor in solch einem Fokus und wurde von wildfremden Menschen dermaßen beachtet. Warum? Weil ich im neuen Germany Jacket unterwegs war! Polizisten zogen ihre Schutzhelme vom Kopf, um Fotos von mir zu machen. Zudem baten mich polnische Anhänger für ein gemeinsames Bild mit ihnen zu posieren. Fremde Menschen applaudierten mir, als ich um das Stadion ging. Es gab sogar Frauen, die mein Sakko berühren wollten! Viele Blicke trafen mich und musterten mein Oberteil, welches für viele ungewöhnlich, aber auch faszinierend zugleich gewesen ist. Gut, ich muss mir auch selbst eingestehen, dass dieses Germany Jacket ein recht ansehnliches Kleidungsstück ist, eine einfache, aber geniale Erfindung. Dabei handelt es sich um ein Sakko aus feinem Stoff in den Deutschlandfarben schwarz, rot, gold.

 

Fachgespräche über das Jacket

Dass ich jedoch durch dieses Kleidungsstück eine solch starke Beachtung erfahren würde, hätte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen können. Irgendwie schien es mir, als ob ich die Attraktion des Abends gewesen wäre. Einige Fans waren zu schüchtern für ein direktes Gespräch und musterten mich ungläubig. Es gab jedoch auch einige Zeitgenossen, die in einem persönlichen Gespräch Informationen über dieses Jacket erhalten wollten. Diese konnte ich ihnen sogleich liefern, denn ich hatte es von Mareike Fischer erworben, die mit ihrem Gatten Karl-Heinz auf diese Idee gekommen war. Schon im ersten Gespräch mit meiner ehemaligen Arbeitskollegin der EM 2008 in der Schweiz war ich von diesem Sakko fasziniert. Zugleich habe ich als fußballbegeisterter Sportreporter jedoch nicht verstehen können, warum solch ein Fan-Artikel keine Person vorher schon erfunden hat.

 

Im Fokus der Fotoapparate

Auch im Stadion selbst ging es dann ähnlich zu. Das Länderspiel erwärmte mich keineswegs, denn dafür war dieses torlose Remis einfach zu schwach. Vielmehr stand ich auch auf der Tribüne im Mittelpunkt und genoss die bewundernden Blicke. Hämische Kommentare ob meines Outfits habe ich nicht vernommen. Vielmehr habe ich einige Fotoblitze registriert und schnell bemerkt, dass ich das Objekt der Begierde war. Ich habe wirklich viele Sportevents an verschiedenen Orten verfolgen dürfen. Allerdings muss ich ehrlich eingestehen, dass eine solch ausgeprägte Bewunderung für ein Outfit ich nirgends zuvor erlebt habe. Letztlich werde ich diesen Tag in meiner ehemaligen Studienstadt nicht vergessen!